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Fugenleim

Was ist Fugenleim?

Fugenleim ist ein Holzleim für Verbindungen, die nichts tragen: Leisten, Verkleidungen, Möbelteile und Verbindungen im Innenausbau. Gemeint ist meist Weißleim auf Basis von Polyvinylacetat (PVAc).

Wofür ist Fugenleim nicht gedacht?

Für tragende Bauteile ist Fugenleim nicht gedacht. Balken, Sparren, Pfetten oder Fachwerkhölzer werden nicht mit Weißleim verklebt, auch nicht mit einer wasserfesten Sorte. Für tragende Holzbauteile gelten eigene Klebstoffnormen (DIN EN 301, DIN EN 15425), und der Betrieb muss seine Eignung zum Kleben nachweisen (DIN 1052-10).

Welche Arten von Fugenleim gibt es?

DIN EN 204 (Ausgabe 2016-11) teilt thermoplastische Holzklebstoffe für nichttragende Anwendungen in die Beanspruchungsgruppen D1 bis D4 ein. Als Einsatzgebiete nennt die Norm Möbel, Innenausbau, Türen, Fenster und Treppen. Die Feuchtebeständigkeit steigt von D1 bis D4; welche Gruppe ein Leim erfüllt, steht auf dem Gebinde.

Wie wird Fugenleim angewendet?

Die Holzflächen müssen sauber, trocken und fettfrei sein. Der Leim wird gleichmäßig aufgetragen, die Teile werden zusammengefügt und mit Zwingen gepresst, bis der Leim abgebunden hat. Pressdruck, offene Zeit und Abbindezeit nennt der Hersteller im technischen Merkblatt.

Worauf ist beim Umgang zu achten?

Ausgetretenen Leim entfernt man mit einem feuchten Tuch, solange er noch nicht ausgehärtet ist. Lagerung und Haltbarkeit stehen auf dem Gebinde.