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Holzschutz-Checkliste: Gebrauchsklasse nach DIN 68800-1

Zwei Fragen zum Einbauort führen zur Gebrauchsklasse nach DIN 68800-1. Die Gebrauchsklasse ist der Ausgangspunkt jeder Holzschutzplanung.

1. Wo ist das Holz eingebaut?
2. Nur bei „Außen und bewittert“: Kann Wasser ablaufen und das Holz rasch abtrocknen?

So rechnet das Werkzeug

DIN 68800-1 ordnet jedes Holzbauteil einer Gebrauchsklasse (GK) zu. Maßgeblich ist die Holzfeuchte im Gebrauchszustand: ständig trocken (GK 0 und GK 1), gelegentlich feucht (GK 2 und GK 3.1), häufig feucht (GK 3.2) oder ständig feucht (GK 4 und GK 5). Konkrete Zahlenwerte nennt die Norm für diese Begriffe nicht. Als trocken gilt im Allgemeinen eine mittlere Holzfeuchte unter 20 %.

Aus der Gebrauchsklasse folgt, welche Vollholzprodukte verwendet werden dürfen. Die höheren Klassen bleiben wenigen Produkten aus Holzarten mit erhöhter natürlicher Dauerhaftigkeit vorbehalten (DIN 68800-1, Tabelle 2, mit Bezug auf DIN EN 350). Den baulichen Holzschutz regelt DIN 68800-2.

Die Checkliste ist eine Orientierung, keine Planung. Ob ein Bauteil zusätzlich chemischen Holzschutz braucht, entscheidet die Planung nach DIN 68800 mit der gewählten Holzart und Konstruktion.

Quellen

  • DIN 68800-1:2019-06 Holzschutz – Teil 1: Allgemeines (aktuelle Ausgabe; ersetzt DIN 68800-1:2011-10). Quelle, abgerufen am 10.10.2026.
  • Gebrauchsklassen und Anwendungsbereiche (Informationsdienst Holz auf BauNetz Wissen): Einteilung nach der Holzfeuchte, Trocken-Kriterium unter 20 %. Quelle, abgerufen am 10.10.2026.