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U-Wert-Schätzer Holzrahmenwand nach DIN EN ISO 6946

Der Schätzer rechnet den U-Wert einer Holzrahmenwand mit Ständern und Dämmung im Gefach. Die Wärmeleitfähigkeit (λ) der Dämmung und der Platten tragen Sie aus den Herstellerangaben ein. Vorbelegt ist ein veröffentlichtes Rechenbeispiel.

Ständer und Gefach
Weitere Schichten über die ganze Fläche (Platten, Putz, Dämmung)

Schicht 1

Schicht 2

Schicht 3

Schicht 4

Schicht 5

Geschätzter U-Wert: 0,27 W/(m²K)

Vorbelegt ist das Anwendungsbeispiel aus der Quelle (Ergebnis dort 0,27 W/(m²K)). Tragen Sie Ihren Wandaufbau ein.

Oberer Grenzwert R'T
3,75 m²K/W
Unterer Grenzwert R''T
3,61 m²K/W
Holzanteil
10,0 %

Schätzung für den Regelquerschnitt ohne Wärmebrücken. Kein Nachweis nach dem Gebäudeenergiegesetz.

So rechnet das Werkzeug

Eine Holzrahmenwand ist kein homogenes Bauteil: Im Gefach liegt Dämmung, an den Ständern Holz, das Wärme etwa dreimal so gut leitet. DIN EN ISO 6946 rechnet solche Bauteile mit zwei Grenzwerten. Der obere Grenzwert R'T rechnet Gefach und Ständer als zwei getrennte Wege durch die ganze Wand und gewichtet sie nach ihrem Flächenanteil. Der untere Grenzwert R''T mittelt jede Schicht für sich über die Fläche und addiert dann die Schichten. Der Wärmedurchgangswiderstand ist der Mittelwert beider, der U-Wert sein Kehrwert.

Innen und außen kommen die Wärmeübergangswiderstände für eine Außenwand mit waagerechtem Wärmestrom hinzu: Rsi = 0,13 und Rse = 0,04 m²K/W. Der Flächenanteil des Holzes ist Ständerbreite geteilt durch Achsmaß, bei 80 mm Ständern im Abstand von 800 mm also 10 %.

Das Ergebnis ist eine Schätzung für den Regelquerschnitt. Wärmebrücken an Schwellen, Rähmen, Fenstern und Ecken, Luftschichten, Installationsebenen und Befestigungsmittel rechnet es nicht mit. Für den Nachweis nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) braucht es die Berechnung einer fachkundigen Person mit den Bemessungswerten der eingebauten Produkte.

Quellen

  • Höttges, K. (2000): U-Wert-Berechnung von Bauteilen mit nebeneinanderliegenden Bereichen. Bauphysik 22, H. 2, S. 121–123 (Verfahren nach EN ISO 6946, oberer und unterer Grenzwert, Rsi 0,13 und Rse 0,04, Anwendungsbeispiel Außenwand). Quelle, abgerufen am 10.10.2026.
  • Wärmeübergangswiderstand nach DIN EN ISO 6946: Rsi 0,13 und Rse 0,04 m²K/W bei waagerechtem Wärmestrom. Quelle, abgerufen am 10.10.2026.
  • Konstruktionsvollholz: Wärmeleitfähigkeit λ = 0,13 W/(mK) nach EN ISO 10456 (Herstellerangabe Hasslacher). Quelle, abgerufen am 10.10.2026.