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Ratgeber und Wissen Redaktion zimmererfinden.de · Stand

Zimmerer Lehre Gehalt: Wovon die Ausbildungsvergütung abhängt

Inhalt 9 Abschnitte

Ausbildungsvergütung in der Zimmerer-Lehre: Was gilt?

Wer sich für die Lehre als Zimmerer entscheidet, möchte wissen, was am Monatsende auf dem Konto landet. Eine einzige Zahl gibt es dafür nicht: Die Ausbildungsvergütung hängt davon ab, ob der Betrieb tarifgebunden ist, in welchem Tarifgebiet er liegt und welches Lehrjahr erreicht ist.

Die Vergütung regelt der Tarifvertrag des Zimmererhandwerks bzw. des Baugewerbes; die aktuellen Sätze nennt die Innung bzw. die Handwerkskammer. Auch Betriebe ohne Tarifbindung dürfen eine gesetzliche Untergrenze, die Mindestausbildungsvergütung, nicht unterschreiten.

Verdienst im 1., 2. und 3. Lehrjahr

Die Vergütung ist nach Lehrjahren gestaffelt und steigt von Jahr zu Jahr. Die konkreten Beträge für das erste, zweite und dritte Lehrjahr stehen im jeweils gültigen Tarifvertrag; im Ausbildungsvertrag muss die Höhe der Vergütung festgehalten sein.

Neben der Grundvergütung können tarifliche oder betriebliche Leistungen hinzukommen, etwa Zuschüsse zu Fahrtkosten oder Verpflegung. Ob und in welcher Höhe es solche Leistungen gibt, regeln Tarifvertrag und Ausbildungsvertrag.

Regionale Unterschiede beim Lehrlingsgehalt

Tarifverträge können für verschiedene Tarifgebiete unterschiedliche Sätze vorsehen, und nicht jeder Betrieb ist tarifgebunden. Deshalb kann die Vergütung für dasselbe Lehrjahr je nach Region und Betrieb voneinander abweichen. Ob ein Betrieb den Tarifvertrag anwendet, können Sie im Bewerbungsgespräch erfragen.

Sonderregelungen: verkürzte Ausbildung mit Abitur

Mit Abitur, Fachhochschulreife oder einer abgeschlossenen Berufsausbildung lässt sich die Ausbildungszeit auf gemeinsamen Antrag von Betrieb und Auszubildendem verkürzen, wenn zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in kürzerer Zeit erreicht wird; im Handwerk entscheidet darüber die Handwerkskammer. Wer früher fertig wird, erreicht auch früher den Lohn einer Fachkraft. Ob der Betrieb darüber hinaus mehr zahlt, ist eine freiwillige Vereinbarung; halten Sie solche Absprachen im Ausbildungsvertrag fest.

Brutto und netto: Abzüge von der Vergütung

Von der Bruttovergütung gehen in der Regel die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung ab (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung).

Lohnsteuer fällt erst an, wenn das zu versteuernde Einkommen über dem Grundfreibetrag liegt; bei vielen Auszubildenden ist das nicht oder nur in geringem Umfang der Fall. Einbehaltene Lohnsteuer lässt sich gegebenenfalls über die Einkommensteuererklärung zurückholen. Wie viel netto bleibt, hängt von der Höhe der Vergütung, der Steuerklasse und der Krankenkasse ab; die genauen Abzüge stehen auf der Lohnabrechnung.

Lehrlingsgehalt im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen

Wie die Vergütung in der Zimmerer-Lehre im Vergleich zu anderen Ausbildungsberufen abschneidet, hängt von den jeweiligen Tarifverträgen ab, die sich nach Branche und Region unterscheiden. Einen Überblick über die tariflichen Ausbildungsvergütungen nach Beruf veröffentlicht das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Für einen fairen Vergleich sollten Sie dasselbe Lehrjahr und dasselbe Tarifgebiet betrachten.

Tarifliche Ausbildungsvergütung: Zahlen des BIBB

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) wertet die Tarifverträge aus und veröffentlicht durchschnittliche tarifliche Ausbildungsvergütungen (Gesamtübersicht 2025, Stand 1. Oktober 2025). Für Zimmerer im Handwerk, Ausbildungsdauer 36 Monate, nennt es monatlich:

AusbildungsjahrWestdeutschland (mit Berlin)Ostdeutschland
1. Jahr1.070 €1.071 €
2. Jahr1.290 €1.191 €
3. Jahr1.536 €1.442 €

Das sind Durchschnitte aus Tarifverträgen. Das BIBB weist darauf hin, dass die Vergütung im Einzelfall erheblich abweichen kann; Betriebe ohne Tarifbindung zahlen oft anders.

Gehalt nach der Lehre: So setzt sich der Einstiegslohn zusammen

Nach der Gesellenprüfung steigt der Verdienst deutlich gegenüber der Ausbildungszeit. Der Einstiegslohn setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:

  • Grundlohn: In tarifgebundenen Betrieben richtet er sich nach der Lohngruppe des Tarifvertrags für das Zimmererhandwerk bzw. das Baugewerbe, sonst nach dem Arbeitsvertrag.
  • Zulagen und Zuschläge: Für Überstunden, Arbeit auf auswärtigen Baustellen oder besondere Erschwernisse werden häufig Zuschläge gezahlt.
  • Sonderzahlungen: Urlaubs- und Weihnachtsgeld sind in vielen Betrieben üblich; ob und in welcher Höhe sie gezahlt werden, regeln Tarifvertrag oder Arbeitsvertrag.
  • Weiterbildung: Wer sich nach der Lehre weiterqualifiziert, etwa zum Vorarbeiter, Polier, Zimmerermeister oder Techniker, kann mit höherem Verdienst rechnen.
  • Betriebliche Zusatzleistungen: Einige Arbeitgeber bieten Zuschüsse für Fahrtkosten, Verpflegung oder Arbeitskleidung.

FAQ zum Gehalt während der Zimmerer-Ausbildung

Wie hoch ist das Lehrlingsgehalt in der Zimmerer-Ausbildung?

Die Höhe richtet sich nach dem Lehrjahr und steigt von Jahr zu Jahr. Maßgeblich sind in tarifgebundenen Betrieben der Tarifvertrag und in jedem Fall der Ausbildungsvertrag, in dem die Vergütung festgehalten wird. Auch ohne Tarifbindung gilt eine gesetzliche Untergrenze.

Wovon hängt das Gehalt als Zimmerer-Lehrling ab?

Das Gehalt variiert je nach Tarifgebiet, Branche, Tarifbindung und Betrieb. Auch die Betriebsgröße und die Spezialisierung des Unternehmens können das Einkommen beeinflussen.

Erhalten Zimmerer-Lehrlinge regionale oder betriebliche Zusatzleistungen?

Ja, in manchen Regionen oder Betrieben gibt es zusätzliche Leistungen wie Essenszuschüsse, Fahrtkostenerstattungen, Prämien oder Einmalzahlungen. Diese orientieren sich an den regionalen Bedingungen und betrieblichen Regelungen.

Gibt es Sonderregelungen für Auszubildende mit Abitur?

Ja, mit Abitur oder Fachhochschulreife lässt sich die Ausbildungszeit auf Antrag verkürzen; im Handwerk entscheidet darüber die Handwerkskammer. Eine höhere Vergütung ist damit nicht automatisch verbunden und sollte gegebenenfalls mit dem Betrieb vereinbart werden.

Wie hoch ist das Gehalt nach der Zimmerer-Lehre?

Nach der Gesellenprüfung richtet sich der Lohn in tarifgebundenen Betrieben nach der Lohngruppe des Tarifvertrags, sonst nach dem Arbeitsvertrag. Mit Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen sind weitere Gehaltssteigerungen möglich.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu

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