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Zimmerer Meister Kosten: Preise verstehen und richtig kalkulieren
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Inhalt 8 Abschnitte
Dauer und Aufbau der Meistervorbereitung
Der Meistervorbereitungskurs für Zimmerer bereitet auf die Teile I (Fachpraxis) und II (Fachtheorie) der Meisterprüfung vor. Wie viele Unterrichtsstunden der Kurs umfasst und an welchen Tagen unterrichtet wird, hängt vom Anbieter und von der Kursform ab: Ein Vollzeitkurs ist in einigen Monaten abgeschlossen, ein Teilzeitkurs neben dem Beruf dauert entsprechend länger. Den genauen Umfang und die Kurszeiten nennt die jeweilige Kursausschreibung.
Zielgruppe sind vor allem Gesellinnen und Gesellen im Zimmererhandwerk, die ihre Kenntnisse vertiefen und sich auf die Meisterprüfung vorbereiten möchten.
Kursinhalte: Fachpraxis und Fachtheorie
Teil I – Fachpraxis
Im praktischen Teil stehen Fertigkeiten im Vordergrund, die im Zimmererhandwerk täglich gebraucht werden. Dazu gehören unter anderem:
- Entwurf: Erstellen von Bauplänen und Skizzen und deren Umsetzung in die Praxis.
- Werkstattpraktikum: Hierzu gehören zum Beispiel:
- Schiften: das Ermitteln der wahren Längen und der Schmiegen von Dachhölzern wie Grat-, Kehl- und Schiftsparren.
- Treppenbau: Planung und Ausführung von Treppen.
- Dachdeckung: Techniken zur fachgerechten Eindeckung von Dächern.
- EDV-Anwendungen: Software zur Unterstützung von Planung und Abbund.
Teil II – Fachtheorie
Der theoretische Teil vermittelt das Wissen, auf dem die praktische Arbeit aufbaut:
- Technische Mathematik: Berechnungen von Materialbedarf und Kosten.
- Baustatik und Festigkeitslehre: Grundlagen zum Tragverhalten von Bauteilen und Bauwerken.
- Bauphysik: Physikalische Vorgänge, die beim Bau von Gebäuden eine Rolle spielen.
- Betriebsführung: Betriebswirtschaftliche Grundlagen für die Führung eines Handwerksbetriebs.
Zur vollständigen Meisterprüfung gehören außerdem Teil III (betriebswirtschaftliche, kaufmännische und rechtliche Kenntnisse) und Teil IV (berufs- und arbeitspädagogische Kenntnisse, Ausbildung der Ausbilder). Diese Teile sind nicht optional; sie werden aber häufig in eigenen Lehrgängen belegt und verursachen eigene Kosten.
Kostenbestandteile im Überblick
Die Gesamtkosten setzen sich aus mehreren Posten zusammen. Die Beträge legen der Kursanbieter und die prüfende Handwerkskammer fest; sie ändern sich von Kurs zu Kurs. Den aktuellen Stand nennen die Kursausschreibung und die Gebührenordnung der Kammer.
| Kostenbestandteil | Was dazugehört |
|---|---|
| Lehrgangskosten | Unterricht in Fachpraxis (Teil I) und Fachtheorie (Teil II); meist der größte Posten |
| Prüfungsgebühr | Gebühr für die Meisterprüfung nach der Gebührenordnung der prüfenden Handwerkskammer |
| Werkstatt- und Materialkosten | Material für praktische Übungen und Projekte im Werkstattteil |
| Literatur und Lernmaterial | Fachbücher, Tabellenbücher und Unterlagen; je nach Anbieter mit Kaution für Leihmaterial |
| Zusätzliche Kosten | Persönliche Arbeitsmittel, CAD- oder Abbundsoftware, gegebenenfalls ein Laptop; meist nicht in den Lehrgangsgebühren enthalten |
Für eine vollständige Kalkulation rechnen Sie die Kosten für Teil III und IV hinzu, wenn Sie diese separat belegen, und bei einem Vollzeitkurs den Verdienstausfall. Informieren Sie sich frühzeitig über die aktuellen Preise und behalten Sie die Anmeldeschlüsse im Blick.
Anbieter und Prüfung
Meistervorbereitungskurse für Zimmerer bieten Handwerkskammern und ihre Bildungszentren sowie weitere Bildungsträger an. Die Meisterprüfung selbst nimmt ein Meisterprüfungsausschuss an der Handwerkskammer ab; Prüfungsgebühr und Prüfungstermine richten sich nach dieser Kammer.
Die Handwerkskammern beraten außerdem zu Ausbildung, Prüfungen, Existenzgründung und Förderung. Fragen zu Zulassung, Kursinhalten und Kosten klären Sie am besten direkt mit dem Anbieter Ihres Kurses und der zuständigen Kammer.
Zulassungsvoraussetzungen zur Meisterprüfung
Die Voraussetzungen für die Zulassung zur Meisterprüfung legt die Handwerksordnung (HwO) fest. In der Regel gilt:
- Gesellenprüfung: Sie haben die Gesellenprüfung im Zimmererhandwerk oder in einem verwandten Handwerk bzw. eine entsprechende Abschlussprüfung bestanden.
- Alternativnachweis: Mit einer anderen Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anerkannten Ausbildungsberuf brauchen Sie zusätzlich Berufserfahrung im Zimmererhandwerk. Wie lange, ergibt sich aus der Handwerksordnung; die Kammer prüft das im Einzelfall.
Über die Zulassung im Einzelfall entscheidet die Handwerkskammer; dort erfahren Sie auch, welche Nachweise Sie einreichen müssen.
Förderung und Finanzierung
Die wichtigste Förderung ist das Aufstiegs-BAföG nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG). Es ist für berufliche Fortbildungen wie den Meisterkurs gedacht:
- Lehrgangs- und Prüfungsgebühren: Ein Teil wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt.
- Zinsgünstiges Darlehen: Den übrigen Betrag können Sie als zinsgünstiges Darlehen der KfW aufnehmen.
- Unterhaltsförderung: Bei Vollzeitmaßnahmen ist zusätzlich eine Unterhaltsförderung als Zuschuss möglich. Das hilft, wenn Sie während des Kurses auf Einkünfte verzichten.
Die aktuellen Fördersätze und Bedingungen nennt die zuständige Förderstelle für das Aufstiegs-BAföG. Den Antrag stellen Sie am besten direkt nach der Lehrgangsanmeldung.
Daneben kommen Stipendien von Stiftungen, regionale Förderprogramme, Bildungsdarlehen und bei manchen Anbietern eine Ratenzahlung der Lehrgangsgebühren infrage. Welche Wege sich für Sie eignen und kombinieren lassen, klären Sie vor der Anmeldung mit dem Kursanbieter oder der Handwerkskammer.
Karrierechancen nach dem Meisterabschluss
Mit dem Meisterabschluss im Zimmererhandwerk erweitern sich die beruflichen Möglichkeiten deutlich:
- Selbstständigkeit: Das Zimmererhandwerk ist zulassungspflichtig. Mit dem Meistertitel können Sie in die Handwerksrolle eingetragen werden und einen eigenen Zimmereibetrieb gründen.
- Führung von Betrieben: Als Meister können Sie Führungspositionen in bestehenden Betrieben übernehmen und Verantwortung für Teams und betriebliche Abläufe tragen.
- Ausbildung von Lehrlingen: Mit dem Meisterbrief dürfen Sie selbst ausbilden und Ihr Wissen an den Nachwuchs weitergeben.
- Erweiterung der Dienstleistungen: Als Meister können Sie zusätzliche Leistungen anbieten, etwa in Planung und Beratung.
- Tätigkeit in der Handwerksorganisation: Auch eine Arbeit in Verbänden, Innungen oder Kammern ist möglich.
Bei der Existenzgründung beraten die Handwerkskammern, etwa zu Finanzierung und Eintragung in die Handwerksrolle.
Häufige Fragen zu den Kosten der Meisterschule
Sind die Preise für den Meisterkurs fix oder variabel?
Die Preise legen der Kursanbieter und die prüfende Kammer fest; sie können sich von Kurs zu Kurs ändern. Maßgeblich ist der Betrag, den die Kursausschreibung bei Ihrer Anmeldung nennt.
Wie kann ich die Kosten effizient kalkulieren?
Listen Sie alle festen und variablen Kosten auf, einschließlich Teil III und IV und eines möglichen Verdienstausfalls. Eine frühzeitige Beratung bei der Handwerkskammer hilft, Fördermöglichkeiten zu nutzen und einen Kostenplan zu erstellen.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von KI erstellt. Mehr dazu